| Leider müssen wir die geplante Nepal-Reise absagen. Dafür haben wir aber die Indienreise so verändert, dass sie Einen Teil Nepal mit beinhaltet und auch in einer Kurzvariante gebucht werden kann. Grund ist die angespannte Sicherheitslage in Nepal. Rebellen bekämpfen die Regierung militärisch und schrecken vor Bluttaten gegen Touristen nicht zurück. Daher hat das Management der Bahngesellschaft unseren Aufenthalt in Nepal auf nur eine Nacht beschränken wollen. Wir könnten sonst Aufmerksamkeit erregen und als leichtes Ziel für die Rebellen erscheinen. Bislang ist es im Flachland von Janakpur noch zu keinerlei Zwischenfällen gekommen so dass es als sicher anzusehen ist. Diesen Zustand wollen sowohl die Bahngesellschaft als auch die Regierungstruppen vor Ort erhalten.
Die Reise umfasst jetzt zwei Charterzüge auf der Janakpur Railway, einen dampfgeführten Charterzug auf der gesamten Länge der ansonsten verdieselten Darjeelingbahn sowie einen Abstecher zur Zuckermühle Riga mit der letzten eingesetzten Meterspurdampflok Indiens. Der Reiseplan befindet sich hier (in englisch). |

Vor einigen Jahren wurde Nepals einzige in Betrieb befindliche Schmalspurbahn mit Lokomotiven aus Indien verdieselt. Aus wirtschaftlichen Gründen hat man jedoch nie alle Dampflokomotiven abgestellt, sondern immer mindestens eine Reservelokomotive betriebsfähig vorgehalten und teilweise auch eingesetzt. Ende 2005 wollen wir den Dampfbetrieb für einige Tage wieder auf die Strecke zurück bringen. Da die Planzüge sehr oft gut gefüllt bis überfüllt sind, wäre die Bestellung von Charter-Personenzügen reine Spielerei. Ein gecharterter Personenzug könnte niemals auch nur annähernd an die Zeit der Dampflokomotiven erinnern lassen, da die Züge ohne Passagiere wären. Somit ist "Plandampf" die einzige Lösung für authentische Aufnahmen von einer liebenswerten, kleinen Bahn.
| Datum | Reiseplan |
| 22.11. | Abflug von Europa nach Delhi, (Dienstag) |
| 23.11. | Ankunft Delhi, Anschlussflug nach Muzaffarapur, Weiterfahrt nach Darbhanga, Hotel in Darbhanga |
| 24.11. | Am frühen Morgen Weiterfahrt nach Jaynagar, Mitfahrt in (oder auf) den folgenden planmäßigen Personenzügen: Jaynagar - Janakpur Dham 07.50 - 09.50 Uhr Janakpur Dham - Jaynagar 11.55 - 13.55 Uhr Jaynagar - Janakpur Dham 16.10 - 18.10 Uhr Fotos auf den Stationen und - sofern man fit ist - auch auf der Strecke, Hotel in Janakpur |
| 25.11. | Mitfahrt im (auf dem) Frühzug Janakpur Dham - Jaynagar 07.00 - 09.00 Uhr und zurück mit dem Mittagszug, Abfahrt 11.55 Uhr bis zum Depot in Khajuri, Weiterfahrt mit dem Abendzug nach Janakpur Dham, Abfahrt 16.35 Uhr, Ankunft Janakpur Dham 18.10 Uhr, Hotel in Janakpur |
| 26.11. | Den ganzen Tag werden wir uns mit einem Chartergüterzug auf der Strecke Janakpur Dham - indische Grenze beschäftigen, Hotel Janakpur |
| 27.11. | Frühzug Janakpur Dham - Jaynagar 07.00 - 09.00 Uhr mit Dampf, eine weitere Aufnahme von der Abfahrt des Mittagszuges (Abfahrt 11.55 Uhr) nach Janakpur auf der indischen Seite der Bahn; Weiterfahrt mit dem Zug nach Darbhanga, Hotel Darbhanga, Treffen mit der Gruppe, die Indien bereisen wird |
| 28.11. | "Plandampf", Dampf vor dem planmäßigen Zug 303 Darbhanga - Jaynagar 06.30 - 10.00 Uhr, am Nachmittag Dampfbespannung des Zuges 301 Jaynagar - Sakri (- Nirmali) 14.55 - 17.17 Uhr oder Charterzug mit Dampf, falls die Indian Railways dem Plandampfprojekt nicht zustimmen, Charterbus nach Patna, Nachtzug nach Delhi |
| 29.11. | Nachmittags Ankunft in Delhi, Tagszimmer in einem Hotel für eine Dusche, am späten Abend Fahrt zum Flughafen und Rückflug Delhi - Europa |
| 30.11. | Morgens Ankunft in Frankfurt/Main (Mittwoch) |
Die Janakpur Railway ist eine 762 mm-Schmalspurbahn die Jaynagar in Indien mit dem Pilgerzentrum in Janakpur verbindet. Der große Tempel in Janakpur ist einer der Gründe für die Existenz der Bahn und auf jeden Fall sehenswert. Da es keine Straßenverbindung zwischen Jaynagar und Janakpur gibt, ist die Bahnverbindung immer noch die einzige Reisemöglichkeit zwischen beiden Orten. Dementsprechend stark sind die Züge frequentiert.

Die Strecke verläuft durch Flachland fast immer geradeaus in nordwestlicher Richtung nach Janakpur Dham. Da das Schwemmland zu Fuße des Himalajas fast in jeder Regenzeit (Monsun) überschwemmt wird, gibt es viele Brücken auf der Strecke, alle im spartanisch-kolonialen Baustil, in dem die meisten Brücken der Region ausgeführt wurden. Die größte Attraktion der Bahn sind jedoch die auf ihr verkehrenden Züge. Es gibt kaum zwei baugleiche Personenwagen, vom erster Klasse-Zweiachser bis zum gedeckten Güterwagen wird so ziemlich alles in die Personenzüge eingestellt, was rollfähig ist und Reisede aufnehmen kann. Die Wagen sind meist hoffnungslos überfüllt, so dass selbst auf den Dächern und auf der Lokomotive Reisende Halt suchen.
Zeit ist in Nepal anscheinend genauso wertfrei wie in Indien, und so ist die Geschwindigkeit der Züge auf der Janakpur Railway irgendwo zwischen Schrittgeschwindigkeit und 20 km/h angesiedelt. Daher bereitet es kaum Schwierigkeiten, vom fahrende Zug abzuspringen, vorzulaufen eine Aufnahme zu machen und wieder auf den Zug aufzuspringen. Es gibt viele kleine Flussläufe, Teiche und nasse Felder entlang der Strecke, daher sollte man beim Ab- und Aufspringen immer sehr aufpassen, wo man hintritt. Nahezu alle Passagiere werden unser Treiben interessiert verfolgen, und wenn man eine Bauchlandung inmitten einer Pfütze macht, hat man die Lacher auf seiner Seite ... Falls Ihnen das zu heikel ist, so kann man bei den zahlreichen Stops auch vorlaufen, eine Streckenaufnahme machen und dann wieder aufspringen. Wie Sie es auch halten wollen, Sie sollten auf jeden Fall größte Vorsicht beim Auf- und Abspringen walten lassen.
An einem Tag werden wir einen Güterzug chartern, der aus etwa fünf gedeckten und offenen Güterwagen bestehen wird. Wir werden am frühen Morgen starten, um die kühle Morgenluft für einige Aufnahmen mit Dampf zu nutzen. Falls möglich, werden wir einige "blinde Passagiere" auf den Zug bitten, die den Eindruck eines "echten" Güterzuges verstärken. Zu Zeiten, als es noch planmäßig Güterzüge gab, fuhren fast immer auch Personen auf ihnen mit.

Der von Darbhanga nach Jaynagar vorgesehene "Plandampf" ist vom guten Willen der Indian Railways abhängig. Wenn dies nicht möglich sein sollte, werden wir einen Charterzug auf dieser Strecke mit Dampf verkehren lassen. Diese Strecke gehörte zu den allerletzten, die bis Ende der 1990er Jahre noch planmäßig mit Dampflokomotiven der Klassen YG und YP bedient wurden. Die Strecke ist zwar völlig flach dennoch bieten sich sehr viele gute Motive mit Dörfern, kleinen Brücken und Palmen entlang der Strecke. Die Verfolgung der Planzüge mit einem Bus ist ziemlich aussichtslos, wir werden pro Zug nur zwei gute Fotostellen erreichen können.
Die Reise ist speziell für Foto- und Videografen konzipiert. Da wir Gebiete besuchen, die abseits nahezu jeglicher touristischer Infrastruktur liegen, können Sie weder europäischen Standard bei den Hotels, beim Essen oder bei unseren Charterfahrzeugen erwarten. Bitte erwarten Sie einen Standard, der oftmals an die Umstände vor 100 Jahren erinnert. Das schließt Ventilatoren statt Klimaanlagen genauso ein wie Kerzen statt elektrischer Beleuchtung. Dazu kann es in den Hotels als auch außerhalb ziemlich schmuddelig zugehen. Der beste Müllplatz ist eben immer genau vor der Haustür ...

Für Nepal sollte man sein eigenes Moskitonetz mitnehmen, da die in den Hotels angebotenen fast immer größere Löcher haben. Darüber hinaus ist ein leichter Leinenschlafsack zu empfehlen, um Kontakt mit der oft nicht sauberen Bettwäsche zu vermeiden. Es ist u. U. möglich, dass man über ein, zwei Tage seine Batterien nicht aufladen kann, weil die Stromversorgung zusammengebrochen ist. Aus diesem Grunde ist es auch ratsam, eine gute Taschenlampe mitzunehmen.
Es ist nicht alles so stressig, wie es vielleicht hier klingen mag. Wer jedoch zum ersten Mal den indischen Subkontinent besucht, sollte sich auf eine wirklich neue Erfahrung gefasst machen. Wir bereisen Indien und Nepal in der Trockensaison, das heißt wir erwarten überwiegend sonniges Wetter. Welche Strapazen Sie auch immer auf sich nehmen (das wird individuell sehr verschieden empfunden, manche blühen in Indien und Nepal erst richtig auf ..), Sie werden belohnt mit einmaligen Bildern und Eindrücken aus einer völlig anderen Kultur. Auch wenn Sie nicht auf den fahrenden Zug aufspringen wollen (was einfacher ist als Sie vielleicht denken), werden Sie zu einer ganzen Reihe guter Aufnahmen kommen.
Es gibt nur einige wenige Lampen in Bahnnähe, dennoch werden wir einige Nachtaufnahmen versuchen. Daher ist die Mitnahme eines Statives anzuraten.

Obwohl wir das Programm bestätigt und mehrfach rückbestätigt haben, können wir keine Garantien für die Verwirklichung geben. Indien und Nepal bieten immer wieder Überraschungen, auch der unangenehmen Art. Es st zwar ungewöhnlich, das die Eisenbahnen Geld von Ausländern kassieren ohne eine entsprechende Gegenleistung zu bieten, ausschießen kann man dies jedoch nicht. Besonders das Geschäftsgebaren der Indischen Staatsbahn ist in dieser Hinsicht zweifelhaft. Die Personen die von unserer Seite in die Planung und Durchführung der Tour involviert sind, sind in höchstem Maße vertrauenswürdig und zuverlässig. Dennoch liegt die Durchführung der Eisenbahn-Arrangements außerhalb unserer Kontrolle.

| Dampf auf der Janakpur Railway | 10 bis 18 Teilnehmer | ca. 1.990 Euro |
| 22.11. - 30.11.2005 | 6 bis 9 Teilnehmer | ca. 2.260 Euro |
| Einzelzimmerzuschlag | ca. 128 Euro |
Die Preise sind noch nicht bestätigt!
Land Only (ohne Flug Europa Delhi): Der Preis reduziert sich um 545 Euro.
Minimale Teilnehmerzahl: 6
Maximale Teilnehmerzahl: 18
Maximale Teilnehmerzahl am 28. November: 38
Bitte lassen Sie uns bei Ihrer Buchung wissen ob Sie auch an einer Reise mit weniger als 10 Teilnehmern teilnehmen wollen.
Anmeldeschluss ist der 31. Juli 2005.
Der Preis umfasst:
Nicht enthalten sind:
Die Preise sind mit einer bestimmten Buchungsklasse der Fluggesellschaft kalkuliert, für die nur ein begrenztes Platzangebot zur Verfügung steht. Eine rechtzeitige Buchung ist daher dringend zu empfehlen.
