La Trochita - Auf 750 mm entlang der Anden

Argentinien: Winterdampf in Patagonien 24.08. – 03.09.2019

Eisenbahnfotografen reisen nach Argentinien

La Trochita – „Das Spürchen“ – nennen die Einheimischen ihre gut 400 km lange Schmalspurbahn im Süden Argentiniens. Neben der Breitspurbahn nach San Carlos de Bariloche nimmt sich die Bahn wirklich klein aus – aber es ist die längste unter den kleinen Bahnen, die heute noch in ihrer gesamten Länge mit Dampf befahren werden könnte. Wir werden rund 65 % der Strecke befahren, sofern es die Verhältnisse und die Technik zulassen.

Landschaftlich ist die Bahnstrecke zwischen den endlosen Weiten Patagoniens und dem Anden-Hochgebirge eingebettet. Zusammen mit schnell wechselnden Wettersituationen zwischen Weltuntergangsstimmung, Hagelschauer, Schneesturm und glasklarem, tiefblauem Himmel ergeben sich eine unbeschreibliche Fülle von Eindrücken und fotografischen Gelegenheiten, wie sie auf keiner vergleichbaren Eisenbahn in der Welt zu finden sind. Es gibt eigentlich gar keine vergleichbare Eisenbahn. Die Bahn ist eben einmalig, und das gilt nicht nur für die Streckenführung oder die Züge mit ihren Wagen aus den 1920er Jahren. Auch die Umstände, hier authentische Sonderzüge zu organisieren, sind wohl selten in der Welt. Aber wir haben zwei Reisen für Eisenbahnfotografen und Eisenbahnvideografen dorthin erfolgreich durchgeführt, und so sind wir uns sicher, dass und auch 2019 wieder einige herausragende Aufnahmen gelingen werden.

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Die Lokomotiven wollen wir wiederum von touristischem Zierrat (andere Geschmäcker würden wohl eher Unrat titeln) befreien. Das schließt bei den Tendern den Versuch mit ein, eine Umbeschriftung durchzuführen, um aus „The Old Patagonien Express“ oder „La Trochita“ wieder „Ferrocarriles Argentinos“ entstehen zu lassen. Da wir davon ausgehen müssen, dass alle Posten, wo Verantwortung zu tragen ist, neu besetzt sind, werden wir hier wieder bis zum letzten Tag verhandeln müssen, um das zu bewerkstelligen. Die Umbeschriftung ist bisher auch nur jeweils am letzten Tag vor unserer Anreise erfolgt, man sträubt sich dagegen. Und so fängt man immer wieder bei Null an zu erklären, zu überzeugen, sanften Druck auszuüben (wobei der Druck und auch der Wille nach Veränderungen proportional mit der Last der Geldstapel, die auf die Schreibtischplatte drücken, zuzunehmen scheint). Eigentlich war das Thema ja durch, nachdem der Wunsch nach dem Auftürmen unermesslicher Reichtümer an uns herangetragen wurde. Durch die erneute wirtschaftliche Krise in Argentinien erhielten wir Ende November 2018 die Nachricht, dass die Eisenbahn nun doch dazu bereit wäre, über ihre Prise „nachzudenken“ und uns ein attraktives Angebot zu machen. Immer her damit, aber bitte auf dem Teppich bleiben. Nun, das so tolle Angebot stellte sich so dar, dass der preis für die Züge „nur“ noch 41 % über dem Preis von 2014 liegt, und der Preis für die Arrangements um 50 % über dem von 2014. Die Inflation wird immer wieder ins Spiel gebracht, nur hat der US-Dollar kaum an Wert verloren. Dennoch, es schient in einem Rahmen finanzierbar, dass wir das Abenteuer noch einmal wagen.

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In einem stadtbekannten Café zu Ing. Jacobacci hängen viele Fotos aus der Region, darunter auch Winterbilder von „La Trochita“ – der legendären Schmalspurbahn entlang der Anden. Der Winter in der Region kann fotografisch höchst interessant sein, aber auch stürmisch und ungemütlich. Dann ist es Zeit, sich an den Kanonenofen im holzbeplankten Personenwagen aus den 1920er Jahren zurückzuziehen, oder im Speisewagen, der auf der gut 400 km langen Strecke natürlich nicht fehlen darf, einen Glühwein zu sich zu nehmen. Aber wenn die Sonne unter einem Nebelschleier auf halber Höhe der verschneiten Andengipfel hervorlugt, dann heißt es: raus an die Strecke und eine dieser unglaublichen Szenen in den endlosen Weiten des Andenvorlandes einfangen!

Eisenbahnfotografen reisen nach Argentinien

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Fotos vom Winter auf der Strecke habe ich nicht zur Verfügung, aber Tante Google und der Zwilling YouTube. Hier sind drei links, unten gibt es noch weitere. Wenn man das gesehen hat fragt man sich, warum alle immer nur im Sommer dorthin wollen. Sicher, das Wetter kann tagelang grottenschlecht sein (das allerdings auch im Frühling, im Sommer und im Herbst, also immer), aber ohne den Versuch zu wagen, wird man es nie herausfinden.

Wenn der Himmel stahlblau sein sollte, dann sieht es so aus, und das bei einer Leerfahrt!

Ohne Zug, aber diese Winterlandschaft! Die Strecke ist zu sehen, man kann sich ausmalen, wie es erst mit Zug aussieht:

Und hier: Ein Winterbild mit Zug! Auf das Bild links klicken, dann wird es groß.

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Reiseplan

Datum

Reiseplan

24.8.

Abflug und individuelle Anreise nach Buenos Aires

25.8.

Ankunft in Buenos Aires und individueller Weiterflug nach Esquel, die Gruppe trifft sich am Abend in Esquel, wo wir auch unser Hotel beziehen werden

26.8.

Wir winden uns aus dem Tal von Esquel hinauf nach Nahuel Pan und fahren über die Hochebene weiter nach La Cancha – wobei es nicht wirklich eine Ebene ist, denn es geht fast stetig bergan. Unser Zug bleibt über Nacht in La Cancha. Hotel in Esquel

27.8.

Früh am Morgen kehren wir nach La Cancha zurück. Von dort fahren wir weiter die Steigung über den Scheitelpunk hinaus bis nach Lepa, wo unsere Lok gedreht wird. Dann geht es wieder zurück, über den Scheitelpunkt und weiter bis nach Esquel, wo wir erst spät am Abend eintreffen werden. Hotel in Esquel

28.8.

Am Vormittag fahren wir nach El Maitén, wo uns unser Zug in Richtung Norquinco erwartet. Wir werden in verschiedenen Pensionen in El Maitén unterkommen.

29.8.

Besuch des Ausbesserungswerkes von El Maitén. Am Nachmittag fahren wir nach Ing. Jacobacci weiter, wo wir in ca. drei verschiedenen Hotels übernachten werden.

30.8.

Bei Sonnenaufgang fahren wir in Richtung Westen los. Die Strecke dreht später nach Süden. Wenn wir gut voran kommen, erreichen wir Cerro Mesa noch im letzten Licht. Übernachtung in mehreren provisorischen Schlafsälen in Cerro Mesa.

31.8.

Um Cerro Mesa befinden sich die spektakulärsten Abschnitte der ohnehin spektakulären Bahnstrecke. Wir werden den Bahnhof in beide Richtungen verlassen und Aufnahmen in einer hoffentlich verschneiten Landschaft machen. Da wir zwei Lokomotiven von Ing. Jacobacci mitgebracht haben, können wir unseren Zug immer wieder variieren und auch mit Vorspann fahren. Übernachtung in Cerro Mesa.

1.9.

Heute fahren wir zurück nach Ing. Jacobacci, wo wir am Abend eintreffen sollten. Hotels in Ing. Jacobacci

2.9.

Transfer nach San Carlos de Bariloche und Rückflug am Nachmittag

3.9.

Ankunft in Europa.

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Streckenbeschreibung

Ganz kurz: die Bahn ist phänomenal und lässt sich wegen ihrer Einzigartigkeit auch schwerlich mit einer ähnlichen Bahn vergleichen. Es gibt einfach keine ähnlich grandiose, 402 km lange Schmalspurbahn.

Es werden mehrere Henschel- und Baldwin Loks betriebsfähig sein, zumindest vier verschiedenen Lokomotiven werden wir unter Dampf erleben.

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Die Bahn ist ein Produkt eines Programms zur wirtschaftlichen Entwicklung Patagoniens. Man wollte schon vor dem ersten Weltkrieg eine menschenleere und strukturschwache Region an die entwickelte Welt anschließen und den Bewohnern der wenigen kleinen Orte entlang der Strecke Zugang zu den Märkten Argentiniens ermöglichen. Zudem gab es in Esquel ein Staatsgefängnis. Die Lokomotiven wurden 1922 bestellt, 25 bei Baldwin und 56 bei Henschel in Kassel. Von letzteren waren 50 1’D1’-Lokomotiven wie die Baldwins, vier Cn2t Rangierloks und zwei Kranlokomotiven. Die Bauzeit der Bahn erstreckte sich von 1925 bis 1945. Wirtschaftlich war die 750 mm-Bahn wohl nie zu betreiben. Aber sie führt durch eine grandiose und über weite Strecken nahezu unberührte Landschaft, mit phantastischen Aussichten auf bis zu 2.500 Meter hohe Andengipfel, weite Täler und endlose Weidegründe. Die Bahn besteht aus dem nördlichen Abschnitt von Ingeniero Jacobacci nach El Maitén, fast vollständig in der Provinz Río Negros gelegen, und dem südlichen Abschnitt von El Maitén nach Esquel in der Provinz Chubut. El Maitén liegt etwas südlich der Streckenmitte und beherbergt das Ausbesserungswerk der Bahn. Der spärliche Güterverkehr wurde in den 1970er Jahren mehr und mehr auf die Erdstraße (heute Asphalt) nach Esquel verlagert, der Personenverkehr hingegen sah zunehmend Touristen anstatt Bewohner der Region, auch nachdem die Zahl der Züge auf nur noch ein wöchentliches Zugpaar reduziert worden war. Vor Mitte der 1990er Jahre trennte sich die Staatsbahn Ferrocarriles Argentinos von der Bahn und übergab sie in die Regie der beiden Provinzen Río Negros und Chubut, die den planmäßigen Verkehr einstellten. Die Provinzregierungen hatten zwar das touristische Potential der Bahn erkannt, aber kein echtes Konzept, wenig Ideen und über viele Jahre zu wenig Geld, um aus dem Eisenbahn-Erbe „etwas zu machen“. Der nördliche Streckenabschnitt von El Maitén nach Ing. Jacobacci war so schlecht unterhalten, dass der Zugverkehr zwischenzeitlich ganz eingestellt werden musste. Nach einem Unwetter im März 2012 war die Bahn an mehreren Stellen unterbrochen. Die Reparatur der Schäden dauerte fast zwei Jahre. Die Strecke ist derzeit theoretisch komplett befahrbar, obwohl so gut wie nichts in den Erhalt gesteckt wird und es immer nur eine Frage der Zeit scheint, wann nichts mehr geht. Die Strecke kann deswegen nicht durchgehend befahren werden, weil südlich von El Maitén sogenannte Indios die Strecke blockieren, die teilweise auch Anlagen und Fahrzeuge der Bahn beschädigt oder zerstört haben. Diesen Bereich müssen wir großräumig meiden.

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Die Strecke verläuft von Ing. Jacobacci zuerst nach Südwesten und dreht in El Maitén nach Süden. Westlich von Río Chico befindet sich der einzige Tunnel der Strecke, ein sehenswerter Felseinschnitt und eine große, 105 Meter lange Stahlgitterbrücke. Die übrige Strecke bietet fantastische Fernsichten auf die Anden, Wiesen und Weideland, typisch patagonische Landschaften, verlassene Bahnhöfe und Wasserstationen, kleine und mittlere Stahlbrücken, viele Steigungen und schöne S-Kurven. Das FarRail Logo ist übrigens nach einer Vorlage von ebendieser Strecke entstanden!

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Das Wetter in Patagonien verhindert zwar manchmal einige an sich wünschenswerte Aufnahmen, aber andererseits können sich auch dramatische Lichtstimmungen ergeben, wenn schwere Wolken über die Andengipfel jagen und zwischendurch in einem sonnigen Augenblick den Zug in der tief stehenden Sonne vor schwarzem Hintergrund aufblitzen lassen. Es ist oft windig in dieser Region, weshalb Wetterwechsel unwahrscheinlich schnell erfolgen können. Man sollte nie einen Tag vor dem Sonnenuntergang „abhaken“, es können die unglaublichsten Bilder kurz nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang entstehen. Der Winter potenziert die Möglichkeiten noch einmal, wiewohl auch jede Jahreszeit ihre Tage hat, an denen kaum gute Fotos entstehen.

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Anmerkungen

Um ein Gefühl für die Herausforderungen und Möglichkeiten zu bekommen, empfiehlt sich die Lektüre der beiden Argentinien-Reiseberichte (2012 und 2014).

Jede Regierung setzt neue Prioritäten und besetzt auch etliche Positionen neu, daher fürchtet jeder fast ständig um seinen Job. Vieles erscheint völlig gelähmt, Antworten kommen kaum oder langsam. Das ist sehr kritisch, wenn man in einer solchen Zeit bestimmte Dienstleistungen haben möchte, die vorher noch nicht oder nur sehr selten angeboten wurden. Aber aus der Erfahrung heraus werden es die Argentinier wieder so lösen, wie immer, ganz kurz vor der Reise, gerade noch so, dass es klappt.

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Hier kommt also die risikobehaftete Perle Patagoniens erneut, La Trochita, unter dem Vorbehalt, dass nichts garantiert werden kann, außer, dass wir wieder alles Mögliche versuchen werden, um auch diese Fahrt zu einem Erfolg werden zu lassen.

Während man auf dem südlichen Abschnitt von Esquel bis Nahuel Pan einen relativ regelmäßigen Touristenverkehr etablieren konnte (Esquel ist eine Stadt mit Tourismus), sah der nördliche Abschnitt bestenfalls sporadische Charterzüge. Die Vermarktung war auf beiden Abschnitten denkbar schlecht. An der Organisation der ersten FarRail-Reise haben sich mehrere örtliche Reisebüros über mehr mehrere Jahre hinweg ergebnislos verschlissen. Umso größer war die Freude, dass man tatsächlich Güterwagen und Loks wie gewünscht für uns hergerichtet und auf Ferrocarriles Argentinos umbeschriftet hatte. Genau genommen habe ich in Esquel Farbsprühdosen gekauft und mit Hilfe einer Matrize den Schriftzug höchst persönlich auf die Güterwagen gespritzt. Das war nicht nur 2012 so, auch 2014 konnte die „Umlackierung“ der Tender erst am allerletzten Abend vor der ersten Fahrt nach langen Gesprächen vor Ort durchgeführt werden. Erst nachdem ich vor Ort war, konnten bestimmte Dinge angeschoben und umgesetzt werden. Die Situation hat sich seither nicht verbessert. Auf einige unliebsame Überraschungen sollte man daher immer gefasst sein. Da wir hier komplett von Dritten abhängig sind und die Reise nach dem kaufmännischen Grundsatz von Treu und Glauben organisiert wurde, muss es an dieser Stelle noch einmal wiederholt werden: Wir können in keiner Hinsicht irgendwelche Garantien abgeben, dass die bestellten Lokomotiven bzw. Wagen eingesetzt werden, Sonderleistungen erbracht oder das Befahren bestimmter Streckenabschnitte etc. möglich ist. Regressforderungen stoßen beim argentinischen Veranstalter mit größter Wahrscheinlichkeit auf taube Ohren. Kompensationen irgendwelcher Art sind ausgeschlossen, auch, wenn man selbst z. B. durch Flugverspätungen nicht rechtzeitig oder überhaupt nicht vor Ort sein kann. Mit diesem Risiko muss man bei einer Teilnahme an der Reise leben, und Ihre Teilnahme setzt Ihr Einverständnis dazu voraus. Aus der Erfahrung mit vielen anderen Reisen in Länder mit organisatorischen Schwierigkeiten im Vorfeld wie Brasilien, Paraguay, Kuba oder auch die Philippinen und Nordkorea lässt sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit ableiten, dass wir auch in Argentinien erneut ein Programm mit spektakulären Fotomöglichkeiten und Erlebnissen geboten bekommen.

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Der Bestand der sehr langen Strecke nach Esquel ist nach wie vor unsicher. Seitdem die Breitspurverbindung nach Ing. Jacobacci unterbrochen war, kamen kaum noch Touristen in den Ort. Die Breitspurstrecke ist jetzt wieder betriebsfähig. Der Gouverneur der Provinz Chubut diskutierte in aller Öffentlichkeit die Schließung der Strecke und die Entlassung aller Mitarbeiter. Mitten in der Hauptsaison gab es 2013 dann einen Streik der Eisenbahner, was alles nicht förderlich für den Fortbestand der Bahn war. Die Wiederherstellung des schwer beschädigten nördlichen Abschnittes der Schmalspurbahn war genauso wie die Wiederinbetriebnahme der Breitspurbahn nach dem schweren Unwetter 2012 ein kleines Wunder. Es gibt sogar politische Willensbekundungen, auf der Bahn nach Esquel einen regelmäßigen Zugverkehr mit Triebwagen einzurichten. Aber es sind nicht nur Unwetterschäden, auch die jahrzehntelang unterbliebene Unterhaltung und Instandsetzung der Strecke hat Spuren hinterlassen, die ohne nennenswerte Investitionen kaum zu beseitigen sein werden. Die jetzige Regierung hat sich noch nicht zur Zukunft der Bahn geäußert.

Wir werden auf dieser Fahrt wiederum authentische Züge fototauglich in Szene setzen. Wir reden dabei nicht von den paar Bildern mal hier und da, sondern von Aufnahmen, die das ganze Flair dieser einmaligen Bahnstrecke einfangen. Unterschiedliche Zugkompositionen werden vor phänomenaler Andenkulisse zu erleben sein, die Tender der Lokomotiven sollen wieder den alten Ferrocarriles Argentinos-Schriftzug der Staatsbahn tragen, und wir versuchen auch, die touristischen Zutaten an den Lokomotiven wie Messingbänder um den Dampfdom zu entfernen oder zu schwärzen.

Eisenbahnfotografen reisen nach Argentinien

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Diese Reise ist wiederum eine reine FarRail Tours Veranstaltung, wir sind nicht in Zusammenarbeit mit irgendjemand unterwegs, sondern versuchen FarRail Tours-Standards gegen alle Widerstände auch in Südamerika anzulegen. Daher werden wir die Reise am Tageslicht und den fotografischen Möglichkeiten ausrichten und nicht nach festen Essenszeiten oder Vier- bis Fünf-Sterne-Etablissements (die in der Region sowieso nicht vorhanden sind, lediglich die Preise erinnern manchmal an Fünf-Sterne-Häuser in Europa). Wir werden zwischendurch einige sehr kurze Nächte nach langen Fototagen haben. Daher haben wir auch etwas Zeit zur Erholung eingeplant.

Unsere Hotels in Esquel und San Carlos de Bariloche haben guten Mittelklassestandard. In El Maitén übernachten wir in verschiedenen kleinen Hotels, Gästehäusern und Privatunterkünften, die alle einen recht unterschiedlichen Standard aufweisen, aber völlig in Ordnung sind. In Ing. Jacobacci hingegen ist der Hotelstandard einiger der Unterkünfte bestenfalls mit einem halben Stern zu bewerten. Eine warme Dusche ist aber vorhanden. In Cerro Mesa gibt es keine Hotels. Wir haben daher bei der Schule angefragt. Die Logistik (Matratzen, Decken etc.) müssen wir übernehmen. Es gibt mehrere Schlafsäle. Was und wie genau ließ sich trotz mehrer Anfragen und Rücksprachen noch nicht in Erfahrung bringen. Wer nicht in Cerro Mesa schlafen will, kann wieder zurück nach Ing. Jacobacci fahren. Die Fahrt dauert etwa zwei bis drei Stunden, man ist also vier bis sechs Stunden unterwegs, die am Schlaf fehlen werden. Die zusätzlichen Kosten dieser Fahrten hängen von der Anzahl derer ab, die diese Variante wählen. Es dürften jedoch über 250 Euro sein. Der Hotelstandard in Ing. Jacobacci ist wie beschrieben nicht der Beste, deswegen sollte man es sich gut überlegen, ob es sich lohnt.

Von El Maitén nach Ing. Jacobacci und von dort nach San Carlos de Bariloche fahren wir auf Staubstraßen. Hohe Geschwindigkeiten sind hier nicht zu erzielen, jedenfalls wenn man mit einem funktionierenden Bus am Ziel ankommen möchte. Daher haben wir hier recht lange Reisezeiten eingeplant. Und daher übernachten wir auch in Cerro Mesa.

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Die Mobilfunkabdeckung in dieser menschenleeren Gegend ist nicht besonders dicht. In unseren Übernachtungsorten haben wir jedoch Mobilfunkempfang (Vier-Band Telefon erforderlich). In den meisten (aber nicht allen) Unterkünften gibt es langsames Internet. Die Stromversorgung ist überall sichergestellt.

Argentinien ist ein sicheres, aber kein preiswertes Reiseland. Dennoch sollte man Unfall- oder Umweltschutz nicht an mitteleuropäischen Maßstäben messen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich, die Gefahren einer solchen Reise und insbesondere in der Nähe oder auf der Eisenbahn oder anderer Verkehrsmittel sind nicht versichert, die Hotels brauchen keinen deutschen Sicherheitsscheck zu bestehen und die Trinkwasserqualität wird nicht so überwacht, wie man das von zu Hause gewohnt sein mag. Der Zustand der Eisenbahn würde in anderen Ländern punktuell als gefährlich eingestuft werden. Wir empfehlen eine Auslandskrankenversicherung und eine Auslandsunfallversicherung. Besser ist auf jeden Fall, die Augen und Ohren offen zu halten. Weder die Eisenbahnbetreiber, FarRail Tours Club noch der örtliche Veranstalter haften in keinem Fall für Unfälle, Nachteile aus Verspätungen, Diebstahl oder anderen Misslichkeiten. Die Teilnahme geschieht auf eigene Gefahr. Man sollte von einer Buchung absehen, wenn man mittel- oder nordeuropäische Standards auch in Argentinien erwartet.

Reisende aus den meisten europäischen Staaten benötigen für die Einreise lediglich einen Reisepass.

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Preis

Argentinien
La Trochita - Auf 750 mm entlang der Anden 44 bis 52 Teilnehmer 4.440 Euro
24.08.2019 – 03.09.2019 34 bis 43 Teilnehmer 4.790 Euro
  Einzelzimmerzuschlag 560 Euro
Anmeldeschluss: 01.05.2019

Der Preis beinhaltet:

Im Preis nicht enthalten sind:

Wir empfehlen nicht nur wegen der hohen Stornogebühren vieler Fluggesellschaften dringend den Abschluss einer Reisekostenrücktrittsversicherung.

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Weitere Winterbilder aus der Region finden sich hier:

Winterfotos:

Ein Zug zu Planzeiten (1987):

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